Architektur

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Krautheimer-Krippe, Außenansicht von Süd-West, Fotografie um 1913.
© Jüdisches Museum Franken

Architektur

Als die Stadt Fürth von Martha Krautheimers Schenkungsabsicht erfuhr, sah man ursprünglich das damalige Neubauviertel an der Ecke Kaiserstraße/Jägerstraße als Standort der Krippe vor. Recht bald aber entschied man sich, das Grundstück Maistraße 18 in der Fürther Oststadt dafür auszweisen. Damit sollte die Krautheimer-Krippe in unmittelbarer Nähe zur ersten Fürther Säuglingseinrichtung entstehen: dem Nathanstift.

Die ersten Pläne des Stadtbaurats Josef Zizler erhielt Martha Krautheimer am 16. Mai 1911. Der Bau begann im März 1912 und wurde nur ein halbes Jahr später abgeschlossen, so dass die feierliche Eröffnung am 16. November stattfinden konnte.

Es handelt sich um einen dreigeschossigen Bau im neoklassizistischen Stil. Um einen größtmöglichen Sonneneinfall zu ermöglichen, zeigten alle vier Säuglingszimmer nach Südwesten. Der angrenzende Balkon wurde als offene Liegehalle mit je 20 Bettchen eingerichtet. 1919 ergänzte man einen überdachten Übergang, der Krautheimer-Krippe und Nathanstift verband. Die Säuglinge konnten dort geschützt an der frischen Luft sein.

Heute nutzt das Helene-Lang-Gymnasium das Gebäude. In der ehemaligen Küche ist seit 2004 die Depedance des Jüdischen Museums Frankens zur Würdigung der Stifterfamilie Krautheimer untergebracht.

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